Amazon sticht Verlage bei E-Books aus

Mittwoch, 16. Dezember 2009
Der Internethändler schließt Exklusivvertrag mit US-Schriftsteller
Der Internethändler schließt Exklusivvertrag mit US-Schriftsteller

Der Fall könnte sich zu einem Präzedenzfall entpuppen: Der US-Schriftsteller Stephen Covey ("Die 7 Wege zur Effektivität", "Der Weg zum Wesentlichen: Der Klassiker des Zeitmanagements") lässt die elektronischen Ausgaben seiner Bücher exklusiv vom Webhändler Amazon vermarkten. Sein Verlag Simon & Schuster, der die Rechte an den gedruckten Ausgaben inne hat, hat das Nachsehen. "Wenn sich solche Fälle häufen, könnte das für die Verlage problematisch werden", sagt Rolf Nüthen vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gegenüber dem "Handelsblatt". Allerdings sei es nicht wahrscheinlich, dass sich die Verleger künftig auf solche Verträge, in denen sie nicht über die Rechte der E-Book-Vermarktung verfügen, einlassen würden.

Der 77-jährige Autor hat die Rechte im Übrigen nicht direkt an Amazon übertragen, sondern an Rosetta Books, einem kleinen Verlag, der sich auf E-Books spezialisiert hat. Dieser wiederum lizensiert die Rechte an Amazon.

Der Börsenverein plant für die kommenden Jahre mit einem "kräftigen Wachstum" des E-Book-Marktes. jm
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