Alles wird gut: Verbände einigen sich auf AdImpressions

Freitag, 11. Dezember 1998

Vor wenigen Wochen stritten sie wie die Kesselflicker, nun haben sich die Medien- und Kommunikationsverbände auf eine dritte Online-Leitwährung neben Visits und Page Impressions geeinigt. Bezeichnung: AdImpressions. Dynamische Werbeformen, wie rotierende Werbebanner, machen es laut gemeinsamer Presseerklärung zwingend erforderlich, die Abrechnung der Werbeträgerleistung nicht mehr an die Anzahl der Seitenabrufe, sondern an die Anzahl der potentiellen Sichtkontakte mit dem geschalteten Werbebanner zu koppeln. Dies soll nun durch den Terminus AdImpressions geregelt werden. Unklar ist allerdings derzeit noch, welche technischen Modelle zur Messung der Werbemittelleistung maßgeblich seinsollen. Die Medienverbände VDZ, BDZV und VPRThaben sich deshalb jetzt mit dem DMMV und GWA darauf verständigt, bis zum zweiten Quartal 1999 zu testen, welches System sich marktgerechter einsetzen läßt. In der vorangegangenen Debatte hatten sichDMMV und GWA für AdRequests stark gemacht: Hierbei wird der Abruf eines vom Ad- oder Werbeträgerserver angeforderten Banners gemessen. Beim AdImpression-Modell, das VDZ, BDZV und VPRT präferierten,soll der Sichtkontakt einer Online-Anzeige gemessen werden. Jetzt sind die Verbände einen wesentlichen Schritt weiter. VDZ-Geschäftsführer Holger Busch: "Es gibt keine Sieger und keine Verlierer, sondern einen Gewinner - und das ist der Markt." Denn für welches der beiden technischen Modelle sich die Verbände auch entscheiden, Bush wie auch DMMV-Vize Alexander Felsenberg sind sicher, daß die neue Währung AdImpressions den Online-Werbungtreibenden schon bald eine zuverlässige und einheitliche Abrechnungsgröße liefern wird. Wer die bewegte November-Debatte noch einmal nachvollziehen will,möge im Forum vorbeischauen.
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