Alles wird gut: Verbände einigen sich auf AdImpressions

Donnerstag, 10. Dezember 1998

Vor wenigen Wochen stritten sie wie die Kesseflicker, nun haben sich die Medien- und Kommunikationsverbände offensichtlich auf eine dritte Online-Leitwährung neben Visits und Page Impressions geeinigt. Bezeichnung: AdImpressions. Dynamische Werbeformen, wie rotierende Werbebanner, machen es, soder DMMV in einer Pressemitteilung, zwingend erforderlich, die Abrechnung der Werbeträgerleistung nicht mehr an die Anzahl der Seitenabrufe, sondern an die Anzahl der potentiellen Sichtkontakte mit dem geschalteten Werbebanner zu koppeln. Dies soll nun durch den Terminus AdImpressions geregelt werden. Unklar ist allerdings derzeit noch, welche technischen Modelle zur Messung der Werbeträgerleistung maßgeblich sein sollen. DMMV, GWA und OWM hatten sich bei der Debatte für AdRequests stark gemacht: Hierbei wird der Abruf eines Ad- oder Werbeträgerserver angeforderten Banners gemessen.Beim AdImpression-Modell, das VDZ, BDZV und VPRT präferierten, soll der Sichtkontakt einer Online-Anzeige gemessen werden. Für technische Laien hat VDZ-Geschäftsführer Holger Busch den Unterschied einmal folgendermaßen erklärt: „AdRequests messen die Anzahl der Getränke, die an einer Theke bestellt wurden. AdImpressions messen, wieviele bei den Gästen auch angekommen sind.“ Bis zum 2. Quartal99 soll festgezurrt werden, nach welchem Modell verfahren wird.
Wer die bewegte November-Debatte noch einmal nachvollziehen will, möge im Forum vorbeischauen.
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