Allensbach: Internetgemeinde durchbricht die 50-Prozent-Marke / MMS als Chance für Handymarkt

Donnerstag, 08. Mai 2003
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Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland steigt kontinuierlich an. Im Frühjahr dieses Jahres haben erstmals mehr als die Hälfte der 14- bis 64-Jährigen im Web gesurft. Dies geht aus der ersten Befragungswelle der Computer- und Telekommunikationsanalyse ACTA 2003 des Instituts für Demoskopie in Allensbach hervor, die auf der Auswertung von 4100 Interviews beruht. Danach ist der Anteil der Surfer an der Gesamtbevölkerung seit vergangenem Jahr um 7,5 Prozentpunkte auf 53,5 Prozent angestiegen.

Vor dem Durchbruch steht offenbar der E-Commerce in Deutschland. Laut Studie ist der Anteil der Online-Shopper unter der Gesamtbevölkerung seit 2002 um 9 Prozentpunkte auf 39 Prozent angestiegen. Mit besonderer Dynamik entwickelt sich dabei das Auktionsgeschäft. So hat sich die Zahl der Surfer, die online an Versteigerungen teilnehmen, seit der letzten Befragung auf 8,4 Millionen Nutzer nahezu verdreifacht.

Wie die Studie getrennt ausweist, ist der Anteil der Handy-Besitzer an der Gesamtbevölkerung seit vergangenem Jahr um 4 Prozentpunkte auf 75 Prozent gestiegen. Da sich das Ausbreitungstempo jedoch stetig verringert, deutet vieles auf eine allmähliche Sättigung des Markes für Erstgeräte hin. Künftige Absatzsteigerungen sind nach Ansicht der Marktforscher daher nur möglich, wenn jene Verbraucher, die bereits ein Handy besitzen, zum Kauf eines neuen Gerätes animiert werden.

In diesem Zusammenhang könnten neue multimediale Dienste laut Allensbach eine Schlüsselrolle spielen. Hoffnung macht diesbezüglich der aktuelle Boom der multimedialen MMS-Botschaften. Obwohl die Mobilfunker ihre entsprechenden Services erst Ende 2002 gestartet haben, verschicken bereits heute knapp 4 Prozent der Handynutzer mit Fotos oder Tönen aufgepeppte Botschaften per Mobiltelefon. Das Potenzial ist jedoch noch weitaus größer. Laut Allensbach interessiert sich mehr als ein Drittel der Bevölkerung für die neuen Kamera-Handys. mas
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