Alina Kessel wechselt von Grey Düsseldorf nach London

Donnerstag, 03. April 2008
Alina Kessel wechselt auf die Insel
Alina Kessel wechselt auf die Insel
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Veränderung an der Spitze der Agentur Grey Worldwide in Düsseldorf: CEO Alina Kessel gibt ihren bisherigen Posten auf und wechselt innerhalb des Networks nach London. Dort soll sie sich auf Grey- und WPP-Ebene um eine große Marke des Kunden Procter & Gamble kümmern. Dem Vernehmen nach handelt es sich um Pringles. „Ich habe nie ausgeschlossen, dass ich früher oder später wieder im Ausland arbeiten will", erklärt die in der Ukraine geborene US-Amerikanerin. „Diese Art von holistischer Aufgabe passt genau zu mir und ich freue mich, dass sie mir anvertraut wird", so die 42-Jährige weiter.

Kessels Stelle in Düsseldorf wird vorerst nicht neu besetzt. Gruppenchef Uli Veigel übernimmt die Aufgaben. Als Sparmaßnahme will er dies aber nicht verstanden wissen. „Wir behalten uns eine Neubesetzung ausdrücklich vor", sagt Veigel. Die Geschäftsleitung wurde bereits erweitert. Seit Anfang April sind Richard Dolphin und Alessandro Panella jeweils als Deputy Managing Director für die Bereiche internationale Kunden beziehungsweise strategische Planung zuständig.

Gerüchte, der Wechsel von Kessel habe auch mit einer durchwachsenen Bilanz als CEO von Grey in Düsseldorf zu tun, weist Gruppenchef Veigel zurück: "Alina hat hier einen tollen Job gemacht. Wir lassen sie ungern gehen, aber sie ist die ideale Kandidatin für diese Aufgabe." Kessel stand seit Oktober 2005 als Nachfolgerin von Michael Hundt an der Spitze der Stammagentur von Grey. Ihr Abgang ist nicht der erste aus dem Kreis der von Veigel berufenen Top-Leute. Von rund 15 Besetzungen auf Führungsebene sind mehr als zehn nicht mehr aktuell. Dass dies - wie von Kennern der Gruppe kolportiert - auch an einer Unzufriedenheit mit dem Managementstil der obersten Führung liegt, weist Veigel zurück: "Von solchen Vorwürfen weiß ich nichts. Anscheinend wollen da einige Leute Unruhe in die Agentur bringen."


Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 14/2007 vom 3. April.
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