Alexander Schmidt-Vogel eröffnet Hotel in Berlin

Dienstag, 30. August 2011
Alexander Schmidt-Vogel in seinem "Dude" in Berlin
Alexander Schmidt-Vogel in seinem "Dude" in Berlin
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Der einstige Mediacom-Manager Alexander Schmidt-Vogel eröffnet am 1. September sein eigenes Hotel "The Dude" im Herzen von Berlin. Unweit des Märkischen Ufers gelegen erwartet die Gäste dort ein 4-Sterne-Hotel mit 27 Zimmern. Das 1822 im klassizistischen Stil erbaute Haus hat Schmidt-Vogel mehr als ein Jahr lang umgebaut und nach seinem ganz persönlichen Geschmack eingerichtet. Mit dem Dude will er ein Hotel anbieten, das er während seiner vielen Reisen als Mediaagentur-Manager immer gesucht hat. Bis 2008 war er der erste Deutsche, der als CEO von Mediacom einer weltweiten Mediaagentur vorstand. Danach übernahm er den Posten des weltweiten Trading-Chefs der Group M, unter deren Dach die Londoner WPP-Holding ihre vier Medianetworks bündelt. Ende 2009 verabschiedete sich der Mediacom-Erfinder von der Agenturszene und kehrte endgültig nach Berlin zurück, wo er einst Wirtschaftswissenschaften studiert hat.

The Dude bietet 4 Sterne, 27 Zimmer, aber keinen Rabatt
The Dude bietet 4 Sterne, 27 Zimmer, aber keinen Rabatt
Obwohl der 62-Jährige zeitlebens mit den Medienvermarktern und Werbekunden über Rabatte verhandelt hat, wurde dieses Wort aus dem Vokabular des Hoteliers Schmidt-Vogel gestrichen. "No discounts" steht nicht nur deutlich über der Preisliste auf der Homepage des Dude, sondern ist auch klar und deutlich auf einer Stahlplatte über der Rezeption zu lesen. Die Preise, die darunter stehen, reichen von 160 Euro für ein Einzelzimmer über 220 Euro für das Doppelzimmer bis hin zu 320 Euro für die Suite im obersten Geschoss. Das Frühstück gibt es für jeden Gast im angeschlossenen Schmidt's Deli De Luxe, wo alles frisch zubereitet wird. In einem von dem Gastraum abgetrennten Teil des Delis werden tagsüber auch Getränke und Speisen an Passanten verkauft.

Mit der Gastronomie hat Schmidt-Vogel bereits erste Erfahrungen gesammelt, da er im selben Haus schon im April den Brooklyn Beef Club eröffnet hat. Das auf Steaks à la USA spezialisierte Restaurant ist seinen Angaben zufolge inzwischen nahezu jeden Abend ausgebucht. Neben Angus Beef, das eigens aus den Staaten importiert wird, warten auf die Gäste hier über 150 Whiskys, die Schmidt-Vogel während seiner Reisen zum Teil selbst gesammelt hat. Im Gegensatz zu der Whisky-Gallerie nimmt sich ein Original von Helmut Newton beinahe bescheiden aus, dessen Foto ähnlich wie die Preisliste über der Rezeption in die Barwand gemeißelt und so vor Diebstahl gesichert wurde. ejej
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