Albert Frère will Bertelsmann-Anteil an die Börse bringen

Freitag, 27. Januar 2006
Forciert Börsengang: Geselllschafter Frère
Forciert Börsengang: Geselllschafter Frère

Der belgische Großaktionär GBL will den Medienkonzern Bertelsmann offenbar ohne Zustimmung der Gründerfamilie Mohn an die Börse bringen. Die Groupe Bruxelles Lambert der Familien Frère und Desmarais hält ein Viertel (25,1 Prozent) an Europas größtem Medienunternehmen, das laut einer Mitteilung von GBL an die Börse gebracht werden soll. GBL war 2001 bei Bertelsmann eingestiegen - mit der Option den Anteil frühestens ab Mai 2006 auf dem Aktienmarkt zu platzieren. Bertelsmann-Chef Gunter Thielen stellt klar: "Wir haben uns in den vergangenen Jahren intensiv auf einen möglichen Börsengang vorbereitet." Bertelsmann sei bereit. Wie "Spiegel Online" berichtet, hatte Thielen jedoch noch vor kurzem vor rund 600 Mitarbeitern erklärt, ein Börsengang sei nicht absehbar. Die Gründerfamilie Mohn, die 75 Prozent der Aktien hält, war von Anfang an nicht begeistert von den Börsenplänen. Der ehemalige Konzernchef Thomas Middelhoff soll seinen Posten unter anderem deshalb verloren haben, weil er den Sprung aufs Parkett vorangetrieben hat. he

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