Aktionäre strafen James Murdoch bei der Wahl zum Verwaltungsrat ab

Dienstag, 25. Oktober 2011
James Murdoch bekam von den Aktionären einen Denkzettel
James Murdoch bekam von den Aktionären einen Denkzettel

James Murdoch ist bei der Wahl zum Verwaltungsrat des Medienkonzerns News Corporation von den Eignern für den Abhörskandal in Großbritannien abgestraft worden. Er erzielte das schlechteste Ergebnis aller Kandidaten, behält aber seinen Sitz in dem Führungsgremium. Firmenpatriarch Rupert Murdoch wurde trotz des Skandals mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Offenbar halten die meisten Aktionäre Rupert Murdoch, der News Corp. zu einem der größten Medienkonzerne der Welt geformt hat, immer noch für unverzichtbar. Er bekam bei der Wahl zum Verwaltungsrat lediglich 14 Prozent Gegenstimmen. James Murdoch, der das Europageschäft von News Corp verantwortet und dessen Rolle beim Abhörskandal in Großbritannien immer noch Gegenstand von Untersuchungen ist, verweigerten dagegen umgerechnet 35 Prozent der Anteilseigner die Zustimmung. Nicht viel besser schnitt sein Bruder Lachlan Murdoch ab, der mit 34 Prozent Gegenstimmen in den Verwaltungsrat gewählt wurde.

Das schlechte Abschneiden von James und Lachlan dürfte die Diskussion um die Nachfolge des 80-Jährigen Firmenpatriarchen neu anfachen. Viele Aktionäre würden den Einfluss des Murdoch-Clans auf den Medienkonzern gerne zurückdrängen. Murdoch hält selbst zwar lediglich 12 Prozent der Anteile an News Corp., allerdings 40 Prozent der stimmberechtigten Aktien. dh
Meist gelesen
stats