Agenturen schätzen Medieninnovationen optimistischer ein als Werbungtreibende

Donnerstag, 05. August 2010
Bauer-Manager Adrian Weser
Bauer-Manager Adrian Weser

Am Ende zählt, was in die Kasse kommt: Unternehmen und ihre Agenturen bewerten den Abverkauf als Werbeziel höher als Imagewerte - anders als noch vor drei Jahren. Dies ergibt eine Umfrage von Bauer Media, dem Werbevermarkter der Bauer Media Group in Hamburg, unter 420 Mediaentscheidern. Danach sagen 46 Prozent der Probanden, Absatzziele würden an Relevanz gewinnen; nur 36 Prozent behaupten dies von Imagezielen. 2007, bei der letzten Bauer-Umfrage dazu, lag das Verhältnis noch umgekehrt (52 Prozent Image, 30 Prozent Absatz).

Klar an der Spitze des Bedeutungszuwachs' stehen jedoch weiterhin Ziele wie Kundenbindung, Markentreue und Glaubwürdigkeit. „Werbungtreibende verstehen Kommunikation nicht mehr als eine monologartige Wiederholung von Werbebotschaften, die irgendwann einmal hängenbleiben sollen, sondern als Dialog mit dem Konsumenten über mehrere Kanäle hinweg mit dem Ziel, Themen zu setzen und Involvement zu schaffen", deutet Adrian Weser, Leiter Marketing, Research & Services bei Bauer Media, die Resultate.

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Welche Medieninnovationen haben die besten Zukunftschancen? Hier trauen die befragten Experten den jüngsten Entwicklungen im Publikumsmarkt deutlich mehr Erfolg zu als im Werbemarkt. So glauben 83 Prozent der Unternehmen und Agenturen, dass Social Media im Publikumsmarkt dauerhaft reüssieren - doch bezogen auf den Werbemarkt sagen dies nur 57 Prozent. Auch multimedialen Handys trauen die Befragten im Usermarkt (74 Prozent Zustimmung) mehr zu als im Werbemarkt (57 Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich für mobile Applikationen sowie für iPad und Co.

Auffällig ist, dass die Agenturen alle Medieninnovationen deutlich optimistischer einschätzen als die werbungtreibenden Unternehmen - besonders dann, wenn es um den Werbemarkt geht. Und ums iPad: 69 Prozent der befragten Agenturentscheider gestehen den Tablets gute Zukunftschancen im Nutzermarkt (Werbemarkt: 55 Prozent) zu - doch nur 49 Prozent der Unternehmensvertreter (Werbemarkt: 42 Prozent). rp
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