Affäre Foht: Schweizer Produktionsfirma fordert Schadensersatz vom MDR

Montag, 08. August 2011
Die Affäre um Udo Foht sorgt weiter für Schlagzeilen
Die Affäre um Udo Foht sorgt weiter für Schlagzeilen

Neue Vorwürfe gegen den ehemaligen Unterhaltungschef des MDR, Udo Foht. Die  Schweizer Produktionsfirma Gillming & Co. will offenbar Schadensersatz gegen den Mitteldeutschen Rundfunks geltend machen. Einem Bericht des "Spiegel" zufolge geht es um rund eine Million Euro. Bei der Forderung geht es um die Talkshow "Generationen-Dialog". Laut "Spiegel" hatte Foht das Format bei der Schweizer Firma in Auftrag gegeben, die Aufzeichnungen aber mehrfach kurzfristig abgesagt. Bis heute ist noch keine Folge der Talkshow produziert worden. Der letzte Termin war vor ein paar Wochen geplatzt.

In einem Brief an die Aufsichtsgremien des MDR hat Intendant Udo Reiter unterdessen für September einen Zwischenbericht einer Untersuchungskommission angekündigt, die die Vorwürfe gegen den suspendierten Unterhaltungschef prüfen soll. Foht musste Ende Juli wegen Amtsmissbrauchs seinen Hut nehmen. Foht soll offizielle Geschäftspapiere für private Zwecke genutzt und "Dritte zu Zahlungen veranlasst" haben.  Seitdem werden allerdings ständig weitere Details bekannt. So hatte der MDR Foht bereits vor rund zehn Jahren abgemahnt, weil Foht eigenmächtig und ohne Genehmigung durch den Sender eine Produktion für eine sechststellige Summe in Auftrag gegeben hatte. dh
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