Adscale: RTB ist auf dem Vormarsch / Umsatzanteil von 22 Prozent

Dienstag, 22. Januar 2013
Adscale-Chef Matthias Panke
Adscale-Chef Matthias Panke

Real-Time-Bidding (RTB), also der Kauf und Verkauf von Onlinewerbung in Echtzeit, entwickelt sich schnell. Bei Adscale, dem führenden Marktplatz für digitale Werbung in Deutschland, beträgt der Anteil von RTB am Display-Geschäft bereits 22 Prozent, teilt das Unternehmen mit. "Wir gehen davon aus, dass der Anteil der über RTB gehandelten Werbeflächen auf unserem Marktplatz 2013 auf rund 25 Prozent ansteigen wird", prognostiziert Matthias Panke, Geschäftsführer bei Adscale. Er geht davon aus, dass in drei Jahren mindestens 50 Prozent der Ad Impressions im Display-Bereich in Echtzeit eingekauft werden. Derzeit sind schon 95 Prozent der Ad Impressions auf Adscale im Echtzeithandel verfügbar.

RTB ist in der Branche umstritten. Viele Beobachter fürchten einen Preisverfall durch den automatisierten Handel der Werbung. Bei Adscale ist das Preisgefüge nach eigenen Angaben noch in Ordnung. Im Schnitt lagen die via RTB erzielten Tausend-Kontakt-Preise (TKP) zwischen Mai und Dezember 2012 dort sogar um knapp 30 Prozent über dem Preisniveau der Standard-Ads.

Besonders bei in den Kategorien "Reise & Tourismus", "Familie & Erziehung" und "Heim & Garten" zahlen die Werbungtreibenden tendenziell höhere TKPs. Betrachtet nach dem Umsatzanteil entfällt das meiste jedoch auf die Kategorien "Menschen & Beziehungen", "Auto & Motorrad" sowie "Freizeit & Hobbys".

RTB ist umstritten, weil es in der Regel in Kombination mit Trading angeboten wird, bei dem die Mediaagenturen bei den Vermarktern zu günstigen Preisen auf eigene Rechnung Inventar einkaufen, dass dann an die Werbekunden weitergereicht wird. pap
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