Adscale: Preise für Online-Werbung steigen

Donnerstag, 26. April 2012
Adscale-Geschäftsführer Matthias Pantke
Adscale-Geschäftsführer Matthias Pantke

Die Preise für Onlinewerbung ziehen deutlich an. Der Online-Marktplatz Adscale ermittelt in seinem aktuellen „Adscale Analyser" für 2011 ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im 2. Halbjahr legten die Preise sogar um 26 Prozent zu. Geschäftsführer Matthias Pantke macht zwei Gründe für den Anstieg aus: Den verstärkten Einsatz von effektiven Targetingtechniken sowie die Verschiebung von Budgets hin zu Werbeformaten wie Video Ads, die derzeit noch deutlich höher gepreist werden können als Display-Werbung. Vor allem die Markenartikler entdecken das Medium, vor allem Sonderwerbe- und Bewegtbildformate, für sich. Machten Sonderwerbeformen 2009 erst 3 Prozent des Umsatzes aus, waren es 2011 schon 25 Prozent. Noch ist das Angebot an hochwertigen Videoumfeldern deutlich geringer als die Nachfrage. Adscale geht daher davon aus, dass die Preise für Bewegtbildwerbung im Netz weiter steigen werden.

Auf der anderen Seite verbessert sich die Qualität des Einkaufs. Um die potenziellen Käufer zielgerichtet anzusprechen, werden die sogenannten IAB-Werbeformen wie Banner und Rectangles mittlerweile meist standardisiert über Targeting-Optionen ausgesendet.

Auch Real Time Bidding (RTB) soll bei Adscale künftig eine Rolle spielen. In den USA werden laut Forrester Research rund 800 Millionen Dollar mit RTB umgesetzt. Bis 2015 sollen es laut Emarketer.com rund 5,1 Milliarden Dollar sein. Hierzulande wird RTB vor allem im Retargeting genutzt. Adscale will das Modell in Konkurrenz zum bestehenden Marktplatzangebot einsetzen und sich damit von der Konkurrenz abheben.

Adscale hat 2011 rund 105 Milliarden Ad Impressions angeboten und zählt laut Comscore mit 39,8 Millionen Unique Visitors im März 2012 zu einem der wichtigsten Anbieter, wenn es darum geht, das Inventar von Publishern und Vermarktern besser auszulasten. pap
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