Adscale: Preise für Online-Werbung klettern weiter nach oben

Donnerstag, 28. Februar 2013
Die Preise für Web-Werbung steigen (Bild: Fotolia / Vege)
Die Preise für Web-Werbung steigen (Bild: Fotolia / Vege)

Die zunehmende Automatisierung beeinflusst nicht nur den Onlinewerbemarkt, auch das Preisniveau zieht deutlich an. Wie der Online-Marktplatz Adscale in seinem aktuellen Adscale Analyzer registriert, lagen die Preise 2012 im Durchschnitt 42 Prozent höher als in den vergangenen drei Jahren. Als Ursachen für den Anstieg nennen die Forscher vor allem Real Time Bidding und Targeting sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach Sonderwerbeformen wie Video Ads. Außerdem interessant: Laut Adscale werden im Süden und Westen Deutschlands höhere Tausend-Kontakt-Preise gezahlt als anderswo. Basis für die Berechnungen sind Echtzeitwerte aus der Datenbank des Online-Marktplatzes, die sowohl das Angebot als auch die tatsächlich getätigten Buchungen abbilden. Außerdem stützt sich Adscale auf eine Reichweite von derzeit über 13,8 Milliarden Ad Impressions pro Monat, rund 44 Millionen Unique Visitors (Comscore, Januar 2013) sowie ein Portfolio von mehr als 5000 Websites.

In dem aktuell erschienenen Special legt Adscale vor allem einen regionalen Fokus auf die Online-Werbung. Die höchsten durchschnittlichen Tausender-Kontakt-Preise (TKP) fallen demnach in Nordrhein-Westfalen an - sie liegen 22 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Im bevölkerungsreichsten Bundesland spielt der Marktplatz zudem die meisten Ad Impressions aus. Das Preis-Ranking splittet der Marktplatz bis zu den einzelnen Gemeinden auf: Spitzenreiter ist beispielsweise der Ort Gaienhofen im Landkreis Konstanz. Hier liegen die TKPs 79 Prozent über den Bundesdurchschnitt.

Adscale ist der führende Marktplatz für digitale Werbung in Deutschland und seit Dezember eine Tochter der Online-Unit der Kölner Ströer Gruppe. Der Außenwerber investierte zum Jahresende in sein Digitalgeschäft, bis Ende April übernimmt er nicht nur Adscale, sondern auch die von der Media Ventures gehaltenen Anteile an Ströer Interactive (100 Prozent), der freeXmedia (100 Prozent) und des Vermarkters Business Advertising (50,4 Prozent). Das Kartellamt hat die Freigabe für den Kauf mittlerweile erteilt. kl
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