Adlink muss herbe Verluste einstecken

Freitag, 17. April 2009
Themenseiten zu diesem Artikel:

Wirtschaftskrise Umsatz Rezession United Internet


Dem Online-Vermarkter Adlink Internet Media macht die Wirtschaftskrise schwer zu schaffen. Im 1. Quartal 2009 verbucht der Konzern einen Umsatz von 52 Millionen Euro gegenüber 57,1 Millionen im Vorjahreszeitraum. Dramatisch gesunken ist das Ebitda. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel um 43 Prozent auf 3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) brach sogar um 55 Prozent ein. In der Unternehmensmitteilung wird der deutliche Verlust kaum kommentiert. Es heißt lediglich, dass das Geschäft angesichts der Rezession "im Rahmen der Erwartungen verlaufen" sei. Den Spekulationen über eine mögliche Fusion mit der Schwester United Internet Media dürfte das Quartalsergebnis jedoch einen neuen Schub verleihen. Erst im Dezember haben beide Unternehmen verkündet, dass sie ihre Zusammenarbeit intensivieren wollen und dabei eine gesellschaftsrechtliche Integration nicht mehr ausschließen.

Mit Blick auf die Zukunft gibt sich der Adlink pessimistisch. "Die Adlink Group geht von einem für alle Online-Vermarkter weiterhin schwierigen Jahr 2009 aus." Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand Umsatzerlöse von rund 200 Millionen Euro und ein EBT von etwa 8 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2008 betrugen die Umsatzerlöse bereinigt 229,9 Millionen Euro, das EBT lag bei 8,1 Millionen Euro. bn
Meist gelesen
stats