Adidas macht Eigengewächs Becker zum Reebok-Chef

Mittwoch, 05. März 2008
Uli Becker steigt vom Marketing- zum Gesamtchef auf
Uli Becker steigt vom Marketing- zum Gesamtchef auf

Uli Becker, bislang Chief Marketing Officer von Reebok, wird zum 1. April 2008 President und CEO der Marke. Damit setzt der Herzogenauracher Sportartikler Adidas einen Mann aus eigenen Reihen an die Spitze der 2005 zugekauften US-Marke. Becker ist seit 1990 bei Adidas an Bord und übte vor seinem Wechsel in die Reebok-Zentrale nach Canton/Massachusetts diverse Marketing-Funktionen im Konzern aus. Er berichtet künftig direkt an Adidas-Boss Herbert Hainer. Becker folgt auf den langjährigen Reebok-Kopf Paul Harrington. Nach fast zwölf Jahren bei Reebok, davon mehr als zwei Jahre als President und CEO, "hat sich Harrington entschieden, von dieser Position zurückzutreten, um nun in Kalifornien neue Geschäfts- und Karrierechancen zu verfolgen", wie es in einer offiziellen Konzernmitteilung heißt.

Hainer dürfte sich vom neuen Mann an der Reebok-Spitze einiges erwarten - auch drei Jahre nach der Übernahme hinkt das Geschäft hinterher. 2007 schrumpfte der Umsatz von Reebok um sechs Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Das gab Adidas bei der Präsentation der Jahreszahlen bekannt.

Adidas steigerte seinen Gewinn 2007 trotz der Probleme auf dem US-Markt um 14 Prozent auf 551 Millionen Euro. Der Konzern verzeichnete damit das siebte Jahr in Folge ein zweistelliges Gewinnplus. Der Konzernumsatz erhöhte sich lediglich um zwei Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Die Auftragsbücher für das Jahr 2008 seien wegen zahlreicher Sportereignisse wie die Olympischen Spielen in Peking und der Fußball-Europameisterschaft gut gefüllt. mh

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