Adidas baut Reebok-Management um

Montag, 17. September 2012
Uli Becker soll sich nur noch um das USA-Geschäft von Reebok kümmern
Uli Becker soll sich nur noch um das USA-Geschäft von Reebok kümmern

Zieht Adidas Konsequenzen aus den Unregelmäßigkeiten bei Läden in Indien und dem Verlust des Sponsorenvertrages mit der US-amerikanischen National Football League (jetzt: Nike)? Auf jeden Fall baut der Sportartikelkonzern das Management seiner Tochter Reebok um. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, übernimmt künftig Matt O’Toole die internationale Verantwortung für die Marke. Uli Becker soll sich nur noch um das USA-Geschäft von Reebok kümmern. Adidas habe mit diesem Schritt die Organisation der Marke Reebok intern an die Organisation der Marke Adidas angeglichen, so der Konzern gegenüber HORIZONT.NET. Seit Juni 2011 wird das Label mit den drei Streifen von Hermann Deininger als CMO verantwortet, der wiederum an den Markenvorstand der Adidas-Gruppe Erich Stamminger berichtet. An ihn wird auch O'Toole berichtet - und nicht mehr wie bisher an Becker.

Becker verantwortete seit August 2011 gleich zwei Posten: Er fungierte als President Reebok International und President Reebok Nordamerika. Nun kann er sich auf Letzteres konzentrieren - dem laut Adidas für Reebok strategisch wichtigsten und größten Markt. In dieser Funktion berichtet Becker weiterhin an den Adidas-Chef Herbert Hainer.

O’Toole kennt Reebok bereits bestens. Seit April 2008 hatte er den Posten des Chief Marketing Officers der Marke Reebok inne. Sowohl Becker als auch O'Toole arbeiten von der Reebok-Zentrale in Canton im US-Bundesstaat Massachusetts. Der Reebok-Umsatz sank im zweiten Quartal währungsbereinigt um mehr als ein Viertel. jm
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