Adblocker-Debatte: Freitag.de führt Aus-Knopf für Online-Werbung ein

Dienstag, 04. Juni 2013
In der rechten oberen Ecke von Freitag.de erscheint künftig der "Werbung aus"-Button
In der rechten oberen Ecke von Freitag.de erscheint künftig der "Werbung aus"-Button
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Jakob Augstein Nachrichtenwebsite Kompromissvorschlag



Während die Debatte um die Anti-Ad-Blocker-Initiative von sechs großen Nachrichtenwebsites weitergeht, meldet sich Verleger Jakob Augstein mit einem Kompromissvorschlag zu Wort: Auf der Website der von ihm herausgegebenen Wochenzeitung "Der Freitag" wird es ab sofort einen "Werbung-Aus-Button" geben, der es den Nutzern ermöglicht, Online-Anzeigen auszublenden. Prinzipiell begrüßt Augstein die Debatte, in die sich mit Adblock auch ein namhafter Dienstleister eingeschaltet und den Ball in Richtung der Agenturen gespielt hatte. "Hoffentlich gibt es noch Verlage und professionellen Journalismus, wenn eine Lösung gefunden ist", kommentiert Augstein zunächst sarkastisch, um dann in medias res zu gehen: "Auch wir brauchen die Erlöse aus den Web-Anzeigen. Aber auch uns geht die Art von Werbung auf die Nerven, die da auf unsere Seite flattert."

Zur Lösung soll die kleine Schaltfläche beitragen, die ab sofort in der rechten oberen Ecke der "Freitag"-Homepage zu finden ist. "Werbung aus" ist darauf zu lesen. Der Button gebe den Nutzern die Möglichkeit, die Werbung durch einen Klick selbst auszuschalten. Die User könnten demzufolge ihren Adblocker für Freitag.de deaktivieren und die Anzeigen wieder zulassen. "Aber wenn eine Anzeige Sie beim Lesen stört, schalten Sie diese Anzeige einfach ab."

Augsteins Hoffnung: "Wenn mehr Medien diesen Weg gingen, würden die Anzeigenentwickler vielleicht aus den Ergebnissen lernen und mehr mit dem Leser denken, als gegen ihn." ire
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