Ad Impact Monitor: Verlage erhöhen Budget und gehen auf Kunden und Mediaagenturen zu

Dienstag, 14. Dezember 2010
Alexander von Reibnitz betreut jetzt den AIM beim VDZ
Alexander von Reibnitz betreut jetzt den AIM beim VDZ

Jetzt erst recht: Kurz vor Weihnachten wollen die Zeitschriftenverlage ihr zwischenzeitlich umstrittenes Anzeigen-Werbeforschungsprojekt Ad Impact Monitor (AIM) in trockene Tücher bringen und „breiter und neutraler" aufstellen. Letzteres teilt der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) mit Bezug auf die Vorstandssitzung der Publikumsverlage am vergangenen Freitag mit. Es sei das Ergebnis einer Analyse der Kritik am bisherigen Konzept. So sollen Kunden und Mediaagenturen „deutlich stärker integriert werden und kontinuierlich konzeptionell mitwirken", so der VDZ. Das soll zum Beispiel über Beiräte geschehen; HORIZONT.NET hatte dies bereits im November gemeldet. Außerdem wollen die Verlage AIM „über ein Verbandsprojekt hinaus" als eine mit Einrichtungen anderer Mediengattungen vergleichbare „begleitende Forschungs- und Vermarktungsinstitution" aufstellen, etwa als Verein oder als eigene GmbH. Ziel ist offenbar, eine Absenderneutralität zu vermitteln und es auch Abtrünnigen wie dem Bauer-Verlag zu erleichtern, sich unabhängig vom VDZ zu beteiligen. Ob Bauer nach seiner Teil-Kündigung beim VDZ nun mitmacht, ist unklar.

Bauers Entscheidung spielt aber offenbar keine Rolle beim Entschluss, AIM voranzutreiben. „Die Verlage stehen hinter AIM", so der VDZ. Zugleich erhöhen sie das Budget, „um Datenumfang, Datenqualität und Langfristigkeit sicherzustellen". Zahlen nennt der Verband nicht. Laut Schätzungen kostet AIM bisher rund 2,3 Millionen Euro pro Jahr; Bauers Jahresanteil soll etwa 350.000 Euro betragen (haben). Das neue Konzept soll bis Mitte 2011 umgesetzt sein, dann soll AIM „Standardinstrument" werden. rp
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