Abtritt: "Weser Kurier"-Chef Ulrich Hackmack muss gehen

Montag, 29. April 2013
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Die schlechten Nachrichten aus dem Stadtstaat Bremen reißen nicht ab: Nachdem vergangene Woche bekannt wurde, dass die Bremer Tageszeitungen AG (BTAG), zu der unter anderem der "Weser Kurier" gehört, 110 Mitarbeiter entlassen will, hat nun Vorstandsvorsitzender Ulrich Hackmack, 60, den Verlag verlassen. Wie Radio Bremen berichtete, ist er mit seinem Rücktritt einem Urteil des Oberlandesgerichts Bremen zuvorgekommen. Miteigentümer des Verlags Christian Güssow hatte bei dem Gericht eine einstweilige Verfügung beantragt, um die Abberufung von Hackmack durchzusetzen. Dieser stand seit 14 Jahren an der Spitze des regionalen Verlagshauses. Sein Vertrag hätte im Jahr 2009, wie die Richter bereits Anfang April in einer mündlichen Verhandlung andeuteten, nicht verlängert werden dürfen. Hackmack kam dem Urteil zuvor und verließ den Verlag vergangenen Donnerstag.

Der Rücktritt des "Weser Kurier"-Chefs ist der vorläufige Höhepunkt eines langjährigen Gesellschafterstreits. Die beiden Eignerfamilien des Verlagshauses Meyer und Hackmack sind seit Jahren zerstritten. Wer auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden folgt ist noch unklar. Nach dem Ausscheiden Hackmacks besteht der BTAG-Vortsand noch aus Eric Dauphin, Jan Leßmann und Jörg Röver. hor
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