Abschreibungen drücken EM Sport Media tief ins Minus

Dienstag, 31. März 2009
Das Unternehmen soll in Constantin Medien umbenannt werden
Das Unternehmen soll in Constantin Medien umbenannt werden

Der Medienkonzern EM Sport Media schließt das Geschäftsjahr 2008 mit einem dicken Minus ab. Grund sind vor allem Wertberichtigungen und Abschreibungen auf das Filmvermögen. Der Umsatz schnellte durch die erstmalige Konsolidierung von Highlight Communications nach oben. Durch den Zusammenschluss mit Highlight ist ein direkter Vergleich mit den Vorjahreszahlen jedoch nur bedingt möglich. Der Umsatz von EM Sport Media lag 2008 bei insgesamt 384,6 Millionen Euro (Vorjahr: 230,7 Millionen). Das Ergebnis vor Zinsen, Steueren und Abschreibungen (Ebitda) erreichte 69,1 Millionen Euro (2007: 26,8 Millionen). Durch hohe Abschreibungen und Wertminderungen von insgesamt 171,9 Millionen Euro, darunter Abschreibungen auf das Filmvermögen von 53,5 Millionen, muss das Unternehmen einen Verlust von 131,3 Millionen Euro einstecken. Im Vorjahr belief sich der Verlust auf 41,2 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr will der Konzern trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes beim Umsatz kräftig wachsen. Der Umsatz soll auf 500 bis 520 Millionen Euro weiter wachsen. Durch den Zusammenschluss mit Highlight will EM Sport Media zu einem führenden Medienkonzern in Deutschland werden. Bereits beschlossen ist die Umbenennung in Constantin Medien. Die bisherige Constantin Film AG soll von der Börse genommen werden. Dafür ist aber zunächst die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre durch ein Squeeze-Out notwendig.

Zu EM Sport Media gehört unter anderem das Deutsche Sportfernsehen DSF, die Produktionsfirma Plazamedia und die Design-Agentur Creation Club. An Highlight Communications hält das Unternehmen derzeit 47,3 Prozent. Tochterunternehmen von Highlight mit Hauptsitz im schweizerischen Pratteln sind unter anderem Constantin Film und die Produktionsfirma Constantin Entertainment. dh
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