Abschreibung verhagelt Xing das Ergebnis

Dienstag, 30. März 2010
"Neue Ertragssäulen erschlossen": Stefan Groß-Selbeck
"Neue Ertragssäulen erschlossen": Stefan Groß-Selbeck

Die Business-Community Xing kann für das Geschäftsjahr 2009 eine gute Bilanz vorlegen. Einziger Schönheitsfehler: Durch eine außerplanmäßige Abschreibung steht unter dem Strich ein Verlust von 1,7 Millionen Euro. Die Zahlen im Einzelnen: Xing konnte den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 28 Prozent auf 45,1 Millionen Euro steigern. Als wesentlichen Treiber für das Umsatzwachstum nennt das Unternehmen die steigende Zahl von Premium-Kunden, die für ihr Profil Beiträge bezahlen. Ihre Zahl stieg im 25 Prozent. Insgesamt stieg die Zahl der registrierten Mitglieder ebenfalls um 25 Prozent, wobei vor allem die deutschsprachigen Länder (plus 29 Prozent), die Türkei (plus 58 Prozent) und Spanien (plus 25 Prozent) zum Mitgliederwachstum beigetragen haben. Insgesamt hatte Xing 2009 8,75 Millionen Mitglieder.

Gut entwickelt haben sich auch die neuen Geschäftsfelder, wie Xing betont: Die Vermarktung von Stellenanzeigen (E-Recruiting) wuchs um 11 Prozent, der Bereich Advertising sogar um 46 Prozent auf 2,37 Millionen Euro. "Während wir uns in der Vergangenheit ganz auf das Endkundengeschäft konzentriert haben, stellen die neuen Geschäftsfelder im B2B-Geschäft ganz andere Anforderungen an uns", sagt CEO Stefan Groß-Selbeck: "Wir sind davon überzeugt, mit den Investitionen in diese Bereiche neue, wichtige Ertragssäulen für unser Unternehmen erschlossen zu haben."

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag mit 11,8 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresergebnis von 12,2 Millionen Euro. Durch eine einmalige, außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 5,4 Millionen Euro liegt das Konzernergebnis bei minus 1,7 Millionen Euro. Dabei handele es sich um Wertberichtigungen für Beteiligungen und Akquisitionen, die man "auf Basis des aktuellen Marktumfeldes sowie der strategischen Ausrichtung" vorgenommen habe. Bereinigt um diese einmaligen Sondereffekte lag das Ergebnis bei 3,9 Millionen Euro. dh  
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