Abschiedsinterview: Michael Bohn geht - und sagt dem Markt stürmische Zeiten voraus

Freitag, 20. November 2009
Michael Bohn
Michael Bohn

Das schafft auch nicht jeder: Michael Bohn, Chef der Publicis-Tochter Vivaki Deutschland, verabschiedet sich mit gerade einmal 56 Jahren in den Ruhestand. Im exklusiven Abschiedsinterview mit HORIZONT wagt der Manager, der bei der Mediaagenturgruppe den Staab an Nicole Prüsse übergibt, einen Blick nach vorn - und sagt dem Markt stürmische Zeiten voraus.  "In drei oder vier Jahren wird das Internet Fernsehen als größtes Werbemedium überholen", glaubt Bohn. Eine Entwicklung, an der nach Ansicht des Managers kein Weg mehr vorbei führt: "Die technischen Entwicklungen haben die Gegebenheiten im Mediageschäft revolutioniert". Als Konsequenz daraus müssen die TV-Sender nach Ansicht des Mediaexperten Elemente der Vermarktungsmodelle, wie sie heute im Internet existieren, adaptieren. "Die alten Medien können nicht so tun, als gäbe es diese Entwicklung nicht", so Bohn.

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Der Agenturszene sagt er eine weitere Konsolidierung voraus: "Ich gehe davon aus, dass sich die Zahl der großen Agenturen von sechs auf vier oder fünf reduzieren wird", so Bohn. Die Marktanteile aufseiten der Medien und der Agenturen müssten im Gleichgewicht sein. Dies sei derzeit nicht der Fall. js/mas
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