Abschaltung von Kino.to pusht kostenpflichtige Videoabrufe

Donnerstag, 27. Oktober 2011
Das Portal wurde am 8. Juni abgeschaltet
Das Portal wurde am 8. Juni abgeschaltet

Der Schlag gegen das illegale Filmportal Kino.to hat zu einem merklichen Anstieg der Abrufzahlen bei kostenpflichtigen Videoportalen geführt. Wie die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) unter Berufung auf Zahlen von Media Control mitteilte, stiegen nach der Abschaltung von Kino.to die Abrufzahlen um 28,9 Prozent. Erst als im Juli die Nachfolgeseite Kinox.to ans Netz ging, rutschten die Zugriffe wieder deutlich ins Minus. Im Juni hatte die Polizei die Domain Kino.to beschlagnahmt und gesperrt. In Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden wurden Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren durchsucht. 13 Personen wurden festgenommen, zwölf davon in Deutschland.

In der vergangenen Woche hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen der ersten mutmaßlichen Betreiber von Kino.to erhoben. Ihm werden gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen in über einer Millionen Fälle vorgeworfen. Ins Rollen gebracht hatte die Ermittlungen die GVU, die seit 2008 Material gegen das Portal zusammengetragen hat. dh
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