Abkommen zwischen Canal plus und RAI über Digital-TV

Mittwoch, 16. Dezember 1998

Die Vertreter des italienischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens RAI (Präsident Roberto Zaccariaund Generaldirektor Pier Luigi Celli) und der französischen Pay-TV-Gruppe Canal plus (Präsident Pierre Lescure und der Telepiù-Verantwortliche Michel Thoulouze) haben in Rom ein Abkommen zur Zusammenarbeit im italienischen Digital-TV geschlossen. Nach Angaben von Canal plus gibt das Abkommen "den Startschuß für eine große strategische Allianz zwischen europäischen Partnern". Ziel des Abkommens, das die RAI an der Canal-plus-Plattform Tele plus mit ihrem Digital-Bouquet D plus beteiligt, sei außerdem, die "Identität der europäischen Kultur" und die der audivisuellen Landschaft des Landes"zu verteidigen und zu stärken" und der RAI dabei eine wichtige Rolle zuzusprechen. Diese Aussage ist wohl als eindeutiger Wink an Rupert Murdoch zu verstehen, der dabei ist, seinen Markteinstieg in Italien zu versuchen. Die RAI wird in Etappen 10 Prozent der Canal-plus-Tochter Tele plus übernehmen und hat die Möglichkeit, noch andere Unternehmen vorzuschlagen, die insgesamt eine Beteiligung von 35 Prozent übernehmen könnten. Ihrerseits liefert die RAI dem digitalen Bouquet D plus im nächsten Jahr exklusiv sechs Spartenkanäle, fünf weitere im Jahr 2000. Die Kooperation zwischen RAI und Canal plus wird sich außerdem auf folgende Bereiche ausdehnen: Internationale Rechte des italienischen Fußballs, Promotion des italienischen und europäischen Kinos sowie die Kommerzialisierung von interakiven und Multimedia-Services via Satellit.
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