Abendblatt.de meldet steigende Abozahlen

Mittwoch, 03. November 2010
Abendblatt Online-Chef Oliver Schirg
Abendblatt Online-Chef Oliver Schirg

Oliver Schirg, der Chef von Abendblatt Online, zieht eine positive Bilanz für die Paid-Content-Strategie des Axel-Springer-Titels im Internet. Konkrete Zahlen will er zwar nicht nennen, aber nach seinen Angaben wächst die Zahl der User, die sich für ein Abonnement der Medienmarke entscheiden - insbesondere für Abos mit längeren Laufzeiten. Dies verkündete er bei der Veranstaltung "Meine lokale Welt" des Verbands Deutscher Lokalzeitungen in Frankfurt. Hintergrund: Seit Mitte Dezember 2009 hat Abendblatt Online schrittweise ein "Freemium-Modell" eingeführt, sprich, ein Mischmodell aus Gratis- und Bezahlinhalten. Zunächst wurde die Paid-Schranke für regionalen und lokalen Content eingeführt, später auch für Kommentare und Berichte über Sport.

Die Negativ-Prognosen im Vorfeld der Umstellung auf das Freemium-Modell hätten sich nicht bewahrheitet. "Alle haben uns den Tod vorausgesagt. Stattdessen konnten wie die Zugriffszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent steigern und erreichen heute mit rund 7,3 MillionenVisits den höchsten Wert, den wir je hatten", betont Schirg.

Um in Zukunft noch mehr User zum Bezahlen zu animieren, will er die Redaktion noch stärker im lokalen Bereich verankern. Daher wird Abendblatt Online ab Januar von dem Springer-Schwestertitel "Bild" das Modell des Leserreporters übernehmen. Im Rahmen dieses Projektes sollen Anfang 2011 sieben Bürgerjournalisten engagiert und mit Smartphones sowie Laptops ausgestattet werden. Sie sollen dann als Blogger über das Geschehen in ihrem jeweiligen Stadtteil berichten. bn
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