AWA First Class: "Focus" und "Geo" verlieren

Montag, 21. September 2009
Unangefochten auf Rang 1: Der Spiegel
Unangefochten auf Rang 1: Der Spiegel

Die Print-Klassiker "Focus" und "Geo" verlieren in der Gunst der besserverdienenden Leser. "Spiegel" und "Stern" können dagegen geringfügig zulegen. Das ist das Ergebnis der Sonderauswertung AWA First Class, die das Institut für Demoskopie Allensbach jährlich herausgibt.  Der "Spiegel", weiterhin die beliebteste Informationsquelle der sogenannten First-Class-Zielgruppe, gewinnt 0,1 Prozent an Reichweite im Vergleich zu 2008 und kommt damit auf 20,9 Prozent und 1,3 Millionen Leser. Auf Rang 2 liegt, wie schon im vergangenen Jahr, der "Stern" mit 19,8 Prozent. Das G+J-Magazin kann gegenüber der Vorjahresstudie um 0,7 Prozentpunkte zulegen. 

Ein Minus dagegen bei "Focus" und "Geo": Der Burda-Titel lässt um 1,1 Prozentpunkte nach, das G+J-Magazin sogar um 1,5 Prozentpunkte. Beide kommen in der aktuellen Erhebung auf je 14 Prozent und belegen damit die Plätze 3 und 4. Die am weitesten verbreitete Zeitung ist "Die Zeit". Sie landet mit 10,8 Prozent Reichweite und 680.000 Lesern auf Rang 6. Die "Süddeutsche Zeitung" folgt auf Rang 11.
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Auffällige Unterschiede gibt es bei den Lesegewohnheiten von Männern und Frauen: Während bei den männlichen Lesern der "Spiegel" mit 25,6 Prozent, "Stern" mit 21,2 Prozent und "Focus" mit 16,8 Prozent die Plätze unter sich ausmachen, liegt der "Stern" in der Gunst der Frauen höher. Mit 17,8 Prozent Reichweite ist das Magazin die beliebteste Leselektüre. Auf Rang 2 und 3 folgen "Brigitte" (15,2 Prozent) und "Geo" (14,6 Prozent).

Für die Erhebung haben die Allensbacher Marktforscher aus der Grundgesamtheit von 6,28 Millionen Personen eine ungewichtete Stichprobe von 3.953 gezogen (gewichtet: 3.401 Personen) und befragt. Die Grundgesamtheit besteht aus Personen ab 14 Jahren, die dem höheren gesellschaftlich-wirtschaftlichen Status angehören. Dazu zählen insbesondere Geschäftsführer, Selbständige, Freiberufler, Angestellte und höhere/gehobene Beamte mit einem Hauptverdienereinkommen von 2.500 Euro Netto im Monat und mehr. jm
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