AWA 2003: Reichweite bei monatlichen Frauentiteln bricht ein

Dienstag, 08. Juli 2003

Nachdem die Verkaufsauflagen vieler Frauenzeitschriften in der Vergangenheit mehr und mehr nachgegeben haben, bröckeln jetzt auch die Reichweiten. Um insgesamt 12 Prozent gibt die Reichweite der in der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) 2003 erfassten monatlichen Frauentitel nach, die 14-täglichen Frauenzeitschriften verlieren 7 Prozent der Leser pro Ausgabe (LpA).

Ähnlich rückläufig präsentieren sich die Reichweiten der überregionalen Abo-Zeitungen. Das "Handelsblatt" verliert zum Vorjahr 15 Prozent seiner Leser, die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" 10 Prozent. Lediglich die "Financial Times Deutschland" macht mit 260.000 Lesern pro Ausgabe 18 Prozent gut. Springers Kaufzeitungs-Flaggschiff "Bild", das in der IVW-Statistik seit zwei Quartalen im Schnitt unter der 4-Millionen-Auflagengrenze rangiert, gibt bei der Reichweite um fast eine Million LpA nach.

Reichweitenzuwächse zeigen sich vor allem bei Internet-, Computer-, Spiele-, Heimwerker-, Tier- und Männerzeitschriften. Dort schafft es der von Attic Futura herausgegebene Titel "FHM" mit plus 210.000 LpA in die Top 10 der absoluten Reichweitengewinner der AWA 2003. In die Top 10 der absoluten Reichweitengewinner bei den Kauftiteln schaffen es "Stern" und "Focus". Das Gruner + Jahr-Flaggschiff gewinnt 200.000 Leser und bleibt mit 8,9 Millionen LpA das reichweitenstärkste Magazin zum Zeitgeschehen. Burdas "Focus" kann sich über 170.000 neue Leser freuen und kommt insgesamt auf eine Reichweite von 5,7 Millionen Lesern. Der "Spiegel" bleibt unverändert bei 6,86 Millionen Lesern pro Ausgabe.ra

Chart: Die AWA-Newcomer 2003

Mehr zur AWA 2003 gibt es in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.

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