AWA 2002: Kräftige Reichweitenzuwächse für Publikumszeitschriften

Dienstag, 09. Juli 2002

Licht am Ende des düsteren Tunnels, in dem der deutsche Medienmarkt steckt, sehen die Experten, die diese Woche die Ergebnisse der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) präsentieren. "Die Ergebnisse zeigen, dass den Zeitschriften und Zeitungen die Leser auch in der Krise der Verlage nicht abhanden gekommen sind", erklärt Johannes Schneller, Leiter der Forschungsabteilung des Instituts für Demoskopie in Allensbach.

Bereits zum zweiten Mal in Folge hat sich die Reichweite der in der AWA erhobenen Printmedien im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent erhöht. Schneller: "Die Phase einer kontinuierlichen Rückwärtsentwicklung der Leserzahlen scheint nunmehr dauerhaft überwunden". Mit den gestiegenen Leserzahlen habe sich die Werbeträgerleistung vieler Zeitschriften und Zeitungen verbessert. Besonders erfreulich: Die Zahl der Titel, die deutliche Reichweitensteigerungen - zehn Prozent und mehr - verbuchen können, liegt mit 71 deutlich höher, als die Zahl der Titel mit größeren Reichweitenverlusten (25 Titel). Bei 144 Titeln schwank die Reichweite um weniger als zehn Prozent.

Dem allgemein guten Trend entgegen entwickelt sich allein die Wirtschaftpresse, die signifikante Reichweitenverluste verbucht. Danach verlieren alle Wirtschaftszeitschriften rund 19 Prozent ihrer Leser. Aber auch hier gibt Ausnahmen von der Regel: Das "Handwerk Magazin" gewinnt gut 60.000 Leser dazu, das "Manager Magazin" 30.000.
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