AWA 2001: Herber Reichweiteneinbruch für die Wirtschaftspresse

Dienstag, 10. Juli 2001

Insgesamt 1,39 Millionen Leser verliert die Wirtschaftspresse im Vergleich zur AWA 2000. Kein anderes Segment fährt - absolut betrachtet - höhere Verluste ein. Am härtesten tifft es "Capital". Mit minus 600.000 Lesern pro Ausgabe (LpA) fährt der seit Februar 2000 zweiwöchentlich erscheinende Titel die größten absoluten Verluste von allen in der AWA erfassten Titel ein.

Ein Reichweiteneinbruch von über 20 Prozent findet sich auch bei "Geldidee" (Bauer-Verlag), bei "DM" (Verlagsgruppe Handelsblatt), "Manager-Magazin" aus dem gleichnamigen Verlag, "Impulse" (Gruner + Jahr), "Finanzen" (Finanzen-Verlag), "Börse Online" aus dem gleichnamigen Verlag, "Wirtschaftswoche" (Verlagsgruppe Handelsblatt) und "Bizz" (Gruner + Jahr).

Grund zur Freude haben dagegen die Macher des "Stern". Der Gruner + Jahr-Titel setzt den Reichweitenzuwachs auch in der AWA 2001 fort und ist mit plus 620.000 Lesern der absolute Reichweitengewinner der AWA 2001. Während auch der "Spiegel" aus dem gleichnamigen Verlag einen Zugewinn macht, büßt Wettbewerber "Focus" 190.000 Leser ein.

Eine kleine Sensation hält der TV-Markt bereit. Denn im Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Viva und MTV ist der Kölner Sender mit einem Reichweitengewinn von 410.000 Sehern pro Tag am Münchner Konkurrenzen vorbeigezogen und liegt jetzt mit 110.000 Sehern pro Tag in Führung. MTV-Chefin Mühlemann wertet das Ergebnis trotzdem positiv: "Der Vorsprung von Viva ist mit der Astra-Aufschaltung des Senders zu begründen und ist viel kleiner ausgefallen als erwartet." Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT.
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