AS&S Radio positioniert Deutschland-Kombi über Kaufkraft

Dienstag, 11. September 2012
AS&S Radio-Chef Oliver Adrian
AS&S Radio-Chef Oliver Adrian


Nachdem die AS&S Radio ihren Marktführerstatus mit dem Wechsel von zehn Mandanten Richtung RMS im kommenden Jahr verliert, will der Vermarkter sein Zugpferd Deutschland-Kombi nun über die Themen Kaufkraft und Effizienz positionieren. Das Portfolio soll als das „neue starke Kaufkraftangebot im deutschen Radiowerbemarkt“ dargestellt werden.
"In der Senderzusammensetzung, unter anderem mit Hessens erfolgreichen Jugendsender You FM, ist die Deutschland-Kombi die stärkste Kombi wenn es um Kaufkraft und Effizienz geht“, sagt Oliver Adrian, seit April 2012 Geschäftsführer AS&S Radio, die ihr neues Vermarktungskonzept heute auf dem Radio Day in Köln präsentiert.

In wirtschaftsstarken Regionen ließen sich die kaufkräftigsten Zielgruppen sehr erfolgreich mit der Deutschland-Kombi belegen. „Das entspricht den Anforderungen präziser und effizienter Mediaplanung und macht Radio im Unterschied zu anderen Breitbandkombis im intermedialen Wettbewerb stärker“, so Adrian. Der aktuelle GfK-Kaufkraft-Index zeige, dass die Kaufkraftverteilung der Abdeckung der Deutschland-Kombi entspricht.

Die im Juli bekannt gewordene Abwanderung der zehn Sender, darunter 104.6 RTL und Spreeradio in Berlin sowie Ostseewelle und Jam FM, kam für die AS&S Radio überraschend. Laut Adrian ist sie wirtschaftlich im Moment sehr erfolgreich. Die AS&S Radio liegt jeden Monat über Vorjahresnivau und habe auch den Forecast übertroffen, so Adrian gegenüber HORIZONT.NET. Brutto lag der Vermarkter von Januar bis Juli 2012 laut Nielsen mit mehr als 11 Prozent im Plus, die RMS konnte dagegen nur um 3 Prozent zulegen.

Ein Grund für die deutlichen Unterschiede liegt daran, dass die AS&S Deutschland-Kombi in der preisbildenden Media-Analyse 2011 vor der RMS Super-Kombi lag. Im kommenden Jahr rückt der öffentlich-rechtliche Vermarkter, der auch private Sender wie Energy im Portfolio hat, auf Platz 2 zurück, nicht nur wegen der Wechsel der zehn Privatradios, sondern auch wegen starker Zugewinne von wichtigen RMS-Sendern. So hatte Deutschlands größter Sender Antenne Bayern in der MA 2011 Radio II deutlich verloren, in der diesjährigen Juli-MA aber fast 20 Prozent zugelegt. pap
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