AS&S-Chef Cromm wehrt sich gegen Forderungen des Privatfunks

Donnerstag, 29. April 2010
Bernhard Cromm
Bernhard Cromm

Bernhard Cromm, Geschäftsführer des ARD-Vermarkters AS&S, schaltet sich in den Streit um Werbebeschränkungen ein. Der Privatfunkverband VPRT fordert deutliche Restriktionen und hatte Mitte April ein Ausstiegsszenario für die ARD aus der Hörfunkwerbung vorgestellt. "Den Privaten muss doch Luft zum Atmen bleiben", begründet VPRT-Vizepräsident Hans-Dieter Hillmoth die Forderung diese Woche im Interview mit HORIZONT. Cromm wehrt sich gegen die Forderung nach Beschränkungen. "Was hier unter dem Deckmantel der Marktliberalität auf den Weg gebracht werden soll, ist letztendlich nichts anderes, als ein Plädoyer für ein Vermarktungsmonopol", sagt Cromm.

Im Hörfunk hat der VPRT ein Szenario vorgelegt, das im ersten Schritt eine Beschränkung der Werbung auf 60 Minuten täglich und auf die nationale Vermarktung vorsieht sowie ein Ende des Preisdumpings fordert, das die Privatsender der AS&S Radio regelmäßig vorwerfen. Sowohl Werbungtreibende als auch einige Radiomacher selbst, fürchten jedoch, dass die Gattung massiv leiden würde, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender als Werbeträger wegfielen. pap

Mehr zum Streit zwischen Privatsendern und ARD-Vermarktern in HORIZONT 17 vom 29. April 2010
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