ARD/ZDF-Onlinestudie: Nur wenige nutzen Rundfunkinhalte im Netz

Freitag, 12. August 2011
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Die Nutzung von Rundfunkinhalten im Internet ist noch ein Nischenphänomen. Das zeigt die ARD/ZDF-Onlinestudie, die im Frühjahr diesen Jahres rund 1800 Erwachsene nach ihrem Onlinenutzungsverhalten befragt hat. 65 Prozent der User nutzen Online zwar Bewegtbildformate, allerdings sind das meist keine Fernsehinhalte. Nur 12 Prozent der Befragten, die online sind, nutzen TV-Sendungen zeitversetzt über das Internet, 9 Prozent sehen im Internet live das Fernsehprogramm. Bei Programmen aus dem Radio zeigt sich das umgekehrte Phänomen: Während 13 Prozent Radio per Livestream im Internet hören, nutzen nur 4 Prozent der Onlineuser die Hörfunkinhalte auch zeitversetzt.


Der Anteil der Onlinenutzer ist im vergangenen Jahr weiter von 59,4 Prozent auf 73,3 Prozent gestiegen. In der jüngeren Zielgruppe der unter 40-Jährigen erreicht der Anteil der User mit deutlich über 95 Prozent langsam seine Obergrenze. So ist in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr sogar ein minimaler Rückgang um 0,2 Prozent auf 98,2 Prozent zu sehen.

Wachstumspotenzial ist nur noch bei der deutschen Bevölkerung ab 50 Jahre vorhanden. Diese Zielgruppe nutzt bisher allerdings hauptsächlich E-Mails und Suchmaschinen. Rundfunkinhalte im Internet werden nur von einem minimalen Teil genutzt. Nur 5 Prozent der 50- bis 69-Jährigen schauen sich TV-Inhalte im Netz zeitversetzt an. Auch Kommunikationsmöglichkeiten wie Social Networks oder Chats spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.

Über alle Onliner hinweg ist die Begeisterung für Soziale Netzwerke allerdings weiter gestiegen. 43 Prozent der User haben mittlerweile ein eigenes Profil in einer der Communities (2010: 39 Prozent). Jeder Dritte von ihnen tauscht sich innerhalb seines Netzwerkes über TV-Inhalte aus. Auch die mobile Nutzung von Internetangeboten ist immer weiter verbreitet: Die Zahl der User, die unterwegs ins Netz gehen, ist im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 20 Prozent gestiegen. Bereits 17 Prozent der Onliner nutzen mittlerweile Apps auf ihrem Smartphone oder Tablet PC. Besonders beliebt dabei sind neben Kommunikations- und Service-Apps auch die Anwendungen der Fernseh-, Radio- und Printanbieter.

Weitere Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 sind unter www.ard-zdf-onlinestudie.de abrufbar. hor
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