ARD will Internetinvestitionen um jährlich 12 bis 15 Millionen Mark erhöhen

Donnerstag, 08. November 2001

Die ARD will ihr Engagement im Internet weiter ausbauen. Wie ARD-Sprecher Rolf-Dieter Ganz gegenüber HORIZONT.NET bestätigt, wird die ARD ihren Onlineauftritt bis zum Ende der Gebührenperiode im Jahr 2004 um jährlich 12 bis 15 Millionen Mark ausbauen. Über entsprechende Pläne hatte Fritz Raff, Internetbeauftragter der ARD, in der Zeitschrift "Hörzu" berichtet.

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte für den Zeitraum ursprünglich 22 Millionen Mark bewilligt - ein Betrag, der laut Ganz "schlicht und einfach nicht ausreicht". Ende November soll wie berichtet der seit Monaten geplante Ausbau von Tagesschau.de zu einem Nachrichtenportal realisiert werden, auf dem sämtliche Nachrichteninhalte der einzelnen Landesrundfunkanstalten gebündelt werden sollen. Zudem denkt das Erste über den Launch eines Vollprogramms zum Thema Börse und den Ausbau von Sportschau.de nach.

Heftiger Gegenwind kommt derzeit von den privaten Rundfunkanbietern, dessen Interessenverband VPRT bereits mehrfach gedroht hat, gegen die Aktivitäten von ARD und ZDF vor dem Europäischen Gerichtshof Klage einzureichen. Nach Ansicht des VPRT-Geschäftsführers Jürgen Doetz verstößt der Ausbau des Internets zur dritten Programmsäule der öffentlich-rechtlichen Anstalten gegen das Rundfunkrecht und gegen die Wettbewerbsregeln der Gemeinschaft.
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