ARD und ZDF ziehen "rundum positive" Olympia-Bilanz

Montag, 13. August 2012
Die Olympia-Bilanz von ARD und ZDF kann sich sehen lassen
Die Olympia-Bilanz von ARD und ZDF kann sich sehen lassen


Die Olympischen Sommerspiele 2012 in London sind Geschichte. ARD und ZDF haben am Wochenende eine durchweg postive Bilanz der Berichterstattung von den Spielen gezogen. Die Zuschauerzahlen lagen deutlich über denen von den Olympischen Spielen 2008 in Peking und auch das umfangreiche Online-Angebot der Öffentlich-Rechtlichen ist hervorragend angenommen worden. Eine "rundum positive Bilanz der ARD-Olympia-Berichterstattung aus London" hat NDR-Intendant Lutz Marmor gezogen. "Im Vergleich zu Peking 2008 haben unsere Angebote deutlich mehr Menschen erreicht. Jetzt hoffen wir auf ein möglichst großes Interesse auch an den Übertragungen von den Paralympics", so Marmor. Im Schnitt haben 3,35 Millionen Zuschauer die Übertragungen aus London im Ersten verfolgt, der Marktanteil lag im Schnitt bei 24 Prozent. "Besonders erfreulich" für NDR-Chef Marmar war die gute Resonanz bei den jüngeren Zuschauern.

Das ZDF kann sogar noch bessere Werte vorweisen: Die Übertragungen im Zweiten verfolgten im Schnitt 3,59 Millionen Zuschauer, was einem durchschnittlichen Marktanteil von 24,9 Prozent entspricht. Das Zweite hatte mit dem Diskusfinale der Männer auch den zuschauerstärksten Wettkampf im Programm: 10,3 Millionen Zuschauer verfolgten live, wie Robert Harting die einzige deutsche Leichtathletik-Goldmedaille holte. Weitere Publikumsmagnete waren die Leichtathletik-Wettkämpfe mit dem 200-Meter-Finale der Männer, das Finale der deutschen Beachvolleyballer Brink/Reckermann und die Schwimmwettbewerbe.

"Der Olympia-Hunger war mit dem TV-Angebot allein aber nicht gestillt", merkt ZDF-Chefredakteur Peter Frey an: "Das Angebot, sich über die ZDF Mediathek ein ganz individuelles Olympia-Programm im Internet zusammenstellen zu können, war die perfekte Ergänzung, und der Zuspruch war rekordverdächtig." Bis zum 8. August registrierte das ZDF rund 11,2 Millionen Zugriffe auf die bis zu sechs Live-Streams im Internet. Im Netz hatte die ARD die Nase vorn: Mehr als 27,4 Millionen Mal wurden die sechs Live-Streams auf Sportschau.de angeklickt. Insgesamt verzeichnete das ARD-Portal mehr als 126 Millionen Page Impressions - mehr als zehnmal so viele wie vor vier Jahren.

"Die Entscheidung, von den Digitalkanälen auf Livestreams im Internet zu setzen, hat nicht nur Geld gespart, sie kam auch beim besonders sportinteressierten Publikum gut an", freut sich ARD-Teamchef Walter Johannsen. "Trotz des Ansturms der User, den wir so nicht erwartet hatten, hat sich unser System als weitgehend stabil erwiesen. Das alles ermutigt uns, diesen Weg auch in Zukunft weiter zu beschreiten." dh
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