ARD und ZDF verzichten auf digitale Satellitenausstrahlung der Fußball-WM

Freitag, 31. Mai 2002

Wenige Stunden vor Beginn der Fußball-WM haben ARD und ZDF die Suche nach einer digitalen Übertragungsmöglichkeit der Fußball-WM endgültig aufgegeben. Schuld ist die Forderung des Lizenzgebers Kirch Media, etwaige Schadensersatzforderungen in vollem Umfang von den öffentlich-rechtlichen Sendern tragen zu lassen. ARD und ZDF seien grundsätzlich bereit gewesen, für nachweisbare Schäden digitaler Pay-TV-Plattformen zu haften, allerdings nicht in unbegrenzter Höhe. ZDF-Intendant Markus Schächter: "Kirch Media hat bis zuletzt Hürden aufgebaut und Auflagen gemacht, die wir nicht erfüllen konnten."

Kirch Media sieht dagegen seinerseits die Schuld bei ARD und ZDF. Die Sender hätten sich in der ursprünglichen Vereinbarung dazu verpflichtet, ihre Ausstrahlungen auf Deutschland zu beschränken, so Sportrechte-Geschäftsführer Alexander Liegl: "Wir haben ARD und ZDF alle vertretbaren Brücken gebaut, um trotz der klaren vertraglichen Regelungen auch die digitale Satellitenausstrahlung der Fußball-WM zu ermöglichen."
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