ARD und ZDF verzichten auf WM

Mittwoch, 21. Februar 2001
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Das Tauziehen zwischen den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern und der Kirch-Gruppe über die Vergabe der Free-TV-Rechte an der Fußballweltmeisterschaft 2002 ist gescheitert. Jetzt muss die Kirch-Gruppe bei den privaten TV-Sendern in Deutschland einen Käufer finden, da die als sportliches Großereignis privilegierte Weltmeisterschaft im Free-TV gezeigt werden muss. Sowohl RTL-Informationsdirektor Hans Mahr wie auch der Pro-Sieben-Sat-1-Media-Geschäftsführer Urs Rohner haben schon grundsätzliches Interesse an dem Rechtepaket bekundet. Zum Scheitern brachte den Abschluss mit ARD und ZDF vor allem die Behandlung der vermarktungsrechtlich wesentlich attraktiveren WM 2006. Die öffentlich-rechtlichen Verhandlungsführer Albert Scharf und Dieter Stolte hatten hier nur einen exklusiven Verhandlungszeitraum erreicht und auf eine Vorkaufsoption ausdrücklich verzichtet. Diese Regelung ging jedoch insbesondere ARD-Intendant Fritz Pleitgen nicht weit genug. In Nachverhandlungen soll Kirch dagegen für die direkte Koppelung der beiden Rechtepakete 750 Millionen Mark gefordert haben.
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