ARD und ZDF kritisieren IVW-Pläne zur Online-Messung

Dienstag, 28. Mai 2002

Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender wollen bei der Messung von Online-Reichweiten mitmischen. Daher zeigen sich die Intendanten von ARD und ZDF "außerordentlich irritiert", nicht in die Vorgespräche zur geplanten Ausgründung der Onlineabteilung aus der IVW einbezogen zu sein. Diese soll zukünftig als eigenständiges Unternehmen mit dem Namen InfOnline die Messung vornehmen, während die IVW weiterhin die Zertifizierung vornimmt. Ob ARD und ZDF als Gesellschafter des neuen Unternehmens zugelassen werden, könnte sich am heutigen Dienstag auf der Sitzung des IVW-Verwaltungsrats entscheiden.

Bislang darf die IVW als gemeinnütziger Verein die Zugriffszahlen von ARD und ZDF im Internet nicht ausweisen, weil die Onlineauftritte keine Werbeträger sind. Eine Internetwährung habe aber nur Sinn, wenn alle Angebote abgebildet werden, so Martin Berthoud, Leiter Programmplanung beim ZDF: "Unsere Angebote sind schließlich ein Marktfaktor." Sollte der Ausweis der Zahlen bei der IVW weiterhin ein formelles Problem sein, könne dies auch durch die Forschungsabteilungen von ARD und ZDF realisiert werden, so Berthoud.

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