ARD streicht letzte Ausgabe von "Gottschalk Live"

Montag, 04. Juni 2012
Thomas Gottschalk will in seinen letzten Sendungen Träume erfüllen
Thomas Gottschalk will in seinen letzten Sendungen Träume erfüllen


Man hätte Thomas Gottschalk einen würdigeren Abgang gewünscht: Eigentlich hätte am kommenden Donnerstag, an Fronleichman, die letzte Ausgabe der gescheiterten Vorabendsendung "Gottschalk Live" im Ersten laufen sollen. Doch die ARD hat sich entschlossen, die letzte Sendung kurzfristig aus dem Programm zu nehmen. Stattdessen läuft am Donnerstag ein Vorbericht zur Fußball-Europameisterschaft. Die Redaktion von "Gottschalk Live" wurde offenbar erst kurzfristig über die Entscheidung unterrichtet: Erst am vergangenen Dienstag teilte die ARD der Redaktion mit, dass die letzte Ausgabe der Sendung aus dem Programm gekippt wird, berichtet die "Bild am Sonntag". Die Sendung fand zuletzt fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt: Die Marktanteile pendelten in den letzten Wochen um die 3 Prozent Marktanteil.

Gottschalk direkt zu informieren, hielt offenbar niemand für notwendig: "Angerufen hat mich niemand, aber es wäre auch das erste Mal gewesen, dass die ARD mit einer Stimme gesprochen hätte", sagte der Entertainer der "BamS". Dennoch ließ sich Gottschalk nicht zu bösen Worten hinreißen: "Die einen dort haben mich mehr geliebt als die anderen. Aber ich habe keinen Anlass, mich über irgendjemanden zu beschweren."

Die ARD würde Gottschalk gerne auch weiterhin bei sich sehen - in welcher Form ist allerdings noch nicht klar: "Es ist ja kein wirklicher Abschied, weil die ARD gerne weiter mit Gottschalk zusammenarbeiten will und sich darauf freut", sagte eine Sprecherin von ARD-Programmdirektor Volker Herres gegenüber der "BamS". dh
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