ARD stellt "Eine für alle" nach 100 Folgen ein

Mittwoch, 01. Juli 2009
Ausgeschweißt: "Eine für alle" wird nach 100 Folgen eingestellt
Ausgeschweißt: "Eine für alle" wird nach 100 Folgen eingestellt

Rettungsversuch für den Vorabend gescheitert: Die ARD beendet die mit großen Hoffnungen gestartete Serie "Eine für alle - Frauen können's besser" nach nur 100 Folgen. Geplant waren ursprünglich 200 Episoden. "Leider hat 'Eine für alle' nicht den gewünschten Erfolg beim Publikum. Auch nach mehr als zwei Monaten ist keine positive Tendenz in der Zuschauerentwicklung festzustellen", begründet ARD-Programmdirektor Volker Herres die Entscheidung.

Seit dem Start der Serie am 20. April hat die Serie im Schnitt lediglich 0,97 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei bescheidenen 5,0 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei mickrigen 3,8 Prozent, bei den Frauen von 14 bis 49 bei 4,5 Prozent. Wie es auf dem Sendeplatz um 18.50 Uhr nach der Ausstrahlung der letzten Folgen weitergeht, steht noch nicht fest. Über die weitere Planung werde "in nächster Zeit entschieden", wie die ARD in einer kurzen Pressmitteilung wissen lässt.

Der Sendeplatz um 18. 50 Uhr ist bereits seit längerer Zeit das große Sorgenkind der ARD am Vorabend. Nach mehreren gescheiterten Sendekonzepten - darunter "Bruce - Eure Styling Show" mit Laufsteg-Trainer Bruce Darnell und der Kuppelshow "Ich weiß, wer gut für dich ist" - war "Eine für alle" Ende April  mit großen Hoffnungen gestartet und sollte den ARD-Vorabend endlich wieder in die Erfolgsspur zurückbringen. Bereits der Start geriert jedoch holprig: Eine groß angelegte Kampagne mit einem Mediavolumen von deutlich über 5 Millionen Euro (Kreation: Hello, München; Media: Pilot, Hamburg) sollte die nötige Aufmerksamkeit garantieren, sorgte aber vor allem für heftige Debatten und eine Beschwerde beim Deutschen Werberat.
dh
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