ARD setzt bei den "Tagesthemen" offenbar auf Doppellösung

Donnerstag, 13. Juni 2013
Ingo Zamperoni moderiert die "Tagesthemen" bereits seit 2012 vertretungsweise
Ingo Zamperoni moderiert die "Tagesthemen" bereits seit 2012 vertretungsweise


Die Zeit drängt: Am 16. Juni moderiert Tom Buhrow zum letzten mal die "Tagesthemen" im Ersten. Wer auf den frisch gebackenen WDR-Intendant folgt, ist noch unklar. Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegel" setzt man bei der ARD womöglich auf eine Doppellösung: Demnach könnten sich "Nachtmagazin"-Moderator Ingo Zamperoni und USA-Korrespondent Thomas Roth den frei werdenden Posten bei den "Tagesthemen" künftig teilen und die Nachrichtensendung neben Caren Miosga moderieren. Die Lösung klingt charmant: Sowohl der erfahrene Korrespondent Roth, 61, als auch der erst 39-jährige Zamperoni, der die "Tagesthemen" bereits vertretungsweise moderiert, wären würdige Nachfolger für Tom Buhrow. Nicht zuletzt würde die doppelte Buhrow-Nachfolge das ARD-interne Gleichgewicht wahren: Roth steht in Diensten der größten ARD-Anstalt WDR, Zamperoni ist Angestellter des NDR.

USA-Korrespondent Thomas Roth
USA-Korrespondent Thomas Roth
Nicht zuletzt soll Roth der Job in Hamburg mit der Doppellösung wohl schmackhaft gemacht werden: Roth ist seit Ende 2008 Leiter des ARD-Büros in New York - sicherlich einer der attraktivsten Korrepondenten-Posten, den die ARD zu bieten hat. Roth fühlt sich in New York sehr wohl, weiß der "Tagesspiegel" zu berichten. Würde er sich die Moderation mit Zamperoni teilen, könnte er auch weiterhin aus New York berichten. Die Frage ist, ob sich der 61-Jährige die Doppelbelastung als Teilzeit-Moderator der "Tagesthemen" und USA-Korrespondent antun will. Nach Informationen des "Tagesspiegel" verhandelt er derzeit mit WDR-Chef Buhrow über eine Lösung. Die Intendanten der ARD wollen am 25. Juni über die künftige Besetzung entscheiden. dh
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