ARD sendet wieder zum Hindukusch

Mittwoch, 06. April 2011
Die ARD macht einen Rückzieher
Die ARD macht einen Rückzieher

Die ARD hat um zweiten Mal innerhalb von fünf Monaten ihre Übertragungen nach Afghanistan gestoppt, und erneut musste der Sender einen Rückzieher machen. Die deutschen Afghanistan-Soldaten sollen nun das erste Programm wieder komplett empfangen können. Wie das Erste bekannt gab, ist dafür auch eine geplatzte Vereinbarung mit dem Bundesverteidigungsministerium verantwortlich. Die ARD hatte mit dem Ministerium ursprünglich vereinbart, Informationssendungen und Sportgroßveranstaltungen neben den Dritten Programmen dem Bundeswehr-Sender "Bundeswehr TV" kostenlos zur Verfügung zu stellen. Nicht in dem Paket inbegriffen war offenbar die "Sportschau", die den Soldaten jedoch besonders wichtig ist. Zudem hätten die Soldaten weiterhin GEZ-Gebühren zahlen sollen. Das Ministerium gab daraufhin bekannt, "nicht glücklich" mit der Vereinbarung mit der ARD zu sein. Beim Ersten gibt man sich enttäuscht: "Die ARD-Intendantinnen und -Intendanten bedauern sehr, dass das Bundesverteidigungsminsiterium in den letzten Tagen zu diesem Verhandlungsergebenis nicht mehr gestanden hat", teilte der Sender in einer Pressemittelung mit.

Die ARD wird die Kosten für die Übertragung an den Hindukusch, etwa 400.000 Euro im Jahr, übernehmen. Ursprünglich wollte das Erste ab dem 1. April nicht mehr nach Afghanistan senden. Bereits im Dezember 2010 hatte die selbe Entscheidung für großen Wirbel und die Rücknahme des Beschlusses durch die ARD gesorgt. ire
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