ARD muss beim Dreistufentest nachbessern

Mittwoch, 24. März 2010
Das Erste Deutsche Fernsehen muss sein Telemedienkonzept ändern
Das Erste Deutsche Fernsehen muss sein Telemedienkonzept ändern

Die ARD muss ihr Telemedienkonzept überarbeiten. Das schlägt jedenfalls die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) vor, die sich aus den Vorsitzenden der einzelnen Landesmedienanstalten zusammensetzt. Konkret bemängelt das Gremium, das auch an den Dreistufentests beteiligt ist, das Verweildauerkonzept im fiktionalen Bereich. Grund: Es sei fast unmöglich festzulegen, wie lange den Usern beispielsweise einzelne Episoden von sogenannten Endlosserien online zur Verfügung gestellt werden sollen. Zudem stellen die Vorsitzenden in Frage, ob das Nutzerinteresse an Daily Soaps und Telenovelas so groß ist, dass man die Sendungen monatelang im Netz vorhalten muss. Außerdem sollten nach Ansicht der GVK Web-Spiele einen inhaltlichen sowie zeitlichen Sendungsbezug haben und auf die jeweilige Sendung hinweisen.

Auch in finanzieller Hinsicht haben die Gremienvorsitzenden Verbesserungsvorschläge. Um die Kosten für digitale Inhalte nachvollziehbarer zu machen, fordern sie weitere Erläuterungen und Begründungen von Seiten der Intendanten. Die GVK empfiehlt eine Vorlagepflicht an die Gremien, wenn die Kosten um 10 Prozent überschritten wurden.

Seit Januar befassen sich die einzelnen ARD-Gremien sowie der Programmbeirat mit der Mitberatung in den Dreistufentest-Verfahren zu den ARD-Gemeinschaftsangeboten, die inzwischen weitgehend abgeschlossen ist. In einem nächsten Schritt wird die GVK die Veränderungsvorschläge bündeln und sie in Form von Beschlussempfehlungen an die federführend zuständigen Rundfunkräte weitergeben.

Seit Juni 2009 laufen die Beratungen zum Telemedienkonzept, bis Ende April 2010 will die GVK die Beratung zu den Beschlussempfehlungen zum Abschluss bringen. Im Juli soll eine Pressekonferenz der Gremienvorsitzenden zu den Ergebnissen der Dreistufentest-Verfahren folgen. hor
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