ARD muss Niederlage im Rechtestreit mit Kirch hinnehmen

Dienstag, 31. Juli 2001

Im Streit um die Kurzberichterstattung der Fußball-Bundesliga hat das Landgericht München den Antrag der ARD auf eine einstweilige Verfügung gegen die Kirch-Gruppe abgelehnt. Mit der Verfügung wollte sich die ARD den freien Zugriff auf die Fernsehbilder der wichtigsten Bundesligaspiele erzwingen. Der vorsitzende Richter Christian Ottmann rechtfertigte die Entscheidung damit, dass die ARD das Recht auf die Bundesliga-Bilder nicht ausreichend begründet habe.

Die ARD wollte mit dem Antrag einen bis Saisonende laufenden Vertrag mit der Kirch-Sportrechteagentur ISPR durchsetzen, wonach die "Tagesschau" über drei Bundesliga-Spiele ihrer Wahl insgesamt 90 Sekunden berichten darf. Die ISPR vertritt den Standpunkt, dass dieses Recht erst für die Zeit nach der Ausstrahlung der Spielberichte in der Sat-1-Sendung "Ran" gegeben ist. Seit Saisonbeginn beginnt "Ran" nicht mehr um 18.00 Uhr, sondern erst um 20.15 Uhr und damit nach der "Tagesschau".
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