ARD-Vorsitzender weist VPRT-Forderungen zurück

Donnerstag, 15. Oktober 1998

Der ARD-Vorsitzende Prof. Dr. Udo Reiter hat die am Dienstag vom Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) erhobene Forderung, die dritten ARD-Programme nur noch im jeweiligen Sendegebiet in das Kabelnetz zu speisen, scharf zurückgewiesen. "Die Dritten Programme der ARD bieten durch ihre klare regionale Ausrichtung ein einzigartiges Programmangebot in der deutschen Fernsehlandschaft." Sie erfüllten eine wichtige Informations- und Integrationsfunktion, so Reiter weiter, der esdeshalb für unverzichtbar hält, "daß der deutsche Fernsehzuschauer weiterhin mehrere Dritte Programme über sein Kabelnetz empfangen kann." Nach einer aktuellen ARD-Studie stieg der Informationsgehalt der Dritten seit 1984 um 60 Prozent, gegenüber nur 17 Prozent bei RTL und 14 Prozent bei Sat 1. Eine "deutliche Steigerung des Regionalbezugs von 17 Prozent 1984 auf 37 Prozent 1998" habe sogar eine VPRT-Studie den dritten Programmen bescheinigt – für Reiter ein Beweis dafür, "daß die Dritten ihren Programmauftrag im vollen Umfang erfüllen".
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