ARD-Vorsitzender Reiter weist KEF-Bericht zurück

Donnerstag, 02. April 1998

"Wir erwarten am Ende der Gebührenperiode keinen nennenswerten Überschuß", stellt Udo Reiter klar. "Alle anderen Berechnungen sind unrealistisch", weist der ARD-Vorsitzende den jetzt von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (KEF) vorgelegten Bericht zurück. Die KEF prognostiziert für die ARD zum 31. Dezember 2000 einen Überschuß von 809,8 Millionen Mark. Die ARD erwartet dagegen eine ausgeglichene Bilanz. Reiter: "Der Überschuß widerspricht unseren eigenen Berechnungen. Um einen solchen Überschuß zu erzielen, müßte die ARD in einem nicht vertretbarem Maß an ihr Programm und ihre Investitionen den Rotstift ansetzen." ZDF-Intendant Dieter Stolte zeigte sich dagegen zufrieden mit dem KEF-Bericht. Das vom ZDF selbst errechneteDefizit am Ende der Gebührenperiode von 116 Millionen Mark werde von der KEF nur unwesentlich auf 106 Millionen Mark korrigiert. Nach Ansicht des ZDF sollen nun die KEF und die Länder sicherstellen, "daß die Überschüsse der ARD nicht dafür eingesetzt werden, um das ZDF aus dem Wettbewerb zu drängen".
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