ARD-Programm wird bald strenger und genrespezifisch geprüft

Mittwoch, 01. Dezember 2010
Peter Boudgoust zieht ein positives Resümee aus seiner Amtszeit und betont Bedeutung der Telemedien
Peter Boudgoust zieht ein positives Resümee aus seiner Amtszeit und betont Bedeutung der Telemedien

Die Leitlinien für das ARD-Gemeinschaftsprogramm werden ausführlicher und differenzierter. Alle Sendeformate werden in Zukunft unter genrespezifischen Kriterien überprüft. Diese Kriterien wurden gestern im Rahmen der ARD-Hauptversammlung in die Leitlinien für die kommenden zwei Jahre aufgenommen. Zum ersten Mal hat die ARD auch konkrete Richtlinien für die Telemedien vorgelegt. Bereits 2009 hat Volker Herres, Programmdirektor des Ersten, die Programmverantwortlichen, die GVK und den ARD-Programmbeirat dazu aufgerufen, sich Gedanken über Qualitätsstandards und Qualitätssicherung zu machen. Die Ergebnisse aus den Workshops bildeten die Grundlage der Leitlinien 2011/2012. "Die neuen Leitlinien für Das Erste sind ausführlicher und differenzierter als je zuvor. Sie zeigen unsere Stärken und benennen auch die Aspekte und Bereiche, bei denen wir besser werden wollen", sagt Herres.

Aufgrund der Änderungen im Rundfunkstaatsvertrag hat die ARD erstmals konkrete Richtlinien für die Telemedien verabschiedet. Damit einher geht eine Präzisierung der medienübergreifenden Qualitätskriterien. In Zukunft will die ARD mehr Zeit auf die Umsetzung seiner Mulitplattformstrategien verwenden.

Auch der scheidende ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust betont die Bedeutung der Telemedien. So sehe er darin eine Möglichkeit, allen Bevölkerungsgruppen den Zugang zu einer Informationsgesellschaft zu ermöglichen. Allgemein zieht er aus seiner Amtszeit das Resümee, dass die ARD den Bildungsauftrag gut erfüllt, aber auch weiterhin gesellschaftliche Debatten anstoßen muss.

Die Telemedienkonzepte der ARD wurden bereits im Dreistufentest überprüft und genehmigt. Boudgoust: "Das ist ein bedeutender Erfolg. Und wichtiger noch, es ist die Bestandsgarantie für unser zukünftiges Engagement im Internet, ohne die wir als ARD bald der Vergangenheit angehören würden." hor
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