ARD-Intendanten stimmen Fußball-WM-Deal zu

Donnerstag, 08. März 2001

Die ARD-Intendant haben am heutigen Donnerstag dem Vertrag mit der Kirch-Gruppe über die Übertagung der Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 grünes Licht gegeben. Nun müssen noch die Aufsichtsgremien der Landesrundfunkanstalten zustimmen. Die Unstimmingkeiten mit Kirch, die in der vergangenen Woche zu einem Abbruch der Verhandlungen geführt hatten, sind offenbar ausgeräumt. So sind die Münchner offenbar auf die Bedingung der Öffentlich-Rechtlichen eingegangen, die bislang noch ausstehende Kaufoption für die WM 2006, die in Deutschland stattfinden soll, konkret in Aussicht zu stellen. ARD-Vorsitzender Fritz Pleitgen: "Das Verhandlungsergebnis ist nun vertretbar.Die Kirch-Gruppe hat um das entscheidende Stück nachgegeben. Dadurch ist weitestgehend sichergestellt, dass ARD und ZDF die Fußball-WM 2006 in Deutschland in gleichem Rechteumfang übertragen werden wie die WM 2002." Auch ZDF-Intendant Dieter Stolte begrüßt die Entscheidung der ARD. Es sei nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewährleistet, dass beide großen Sportereignisse bei ARD und ZDF übertragen würden. Für die Geltung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens sei das "ein entscheidender Beitrag zur Zukunftssicherung."

ARD und ZDF zahlen 750 Millionen Mark an Kirch. Es ist daher anzunehmen, dass die Sender-Verantwortlichen bei der nächsten gebührenanpassung massive Forderungen stellen werden. Kirch hat für die Fußball-Weltmeisterschaften rund 1,7 Milliarden Mark hingeblättert. Ein Teil wird im Free-TV zu sehen sein, allerdings wird Leo Kirch auf seinem Bezahlsender Premiere World auch Spiele zeigen, um die nur zaghaft ansteigenden Abonnentenzahlen zu steigern.

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