AP sieht Vertrag mit dpa auf rechtlich sicherem Boden

Dienstag, 20. November 2012
Die dpa will ab 2013 mit der AP zusammenarbeiten (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)
Die dpa will ab 2013 mit der AP zusammenarbeiten (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) hat bekräftigt, ab dem kommenden Jahr mit der dpa zusammenarbeiten zu wollen. Der Vertrag, der zum 1. Januar 2013 wirksam werden soll, ist umstritten: Bislang war die insolvente Nachrichtenagentur dapd der AP-Distributionspartner für die deutschsprachigen Länder. Insolvenzverwalter Wolf von der Fecht hatte die Vereinbarung zwischen AP und dpa für rechtswidrig erklärt. "Wir haben die Kündigung eingehend geprüft und halten sie sowohl aus insolvenzrechtlicher Sicht als auch aufgrund der konkreten vertraglichen Kündigungsregelungen für unwirksam", so von der Fecht. Die AP sieht sich dennoch auf der sicheren Seite. In einer Mitteilung der US-Agentur sagt Sprecher Paul Colford: "Die sofort wirksame Kündigung entsprach den Vertragsbedingungen zwischen der AP und der dapd. Die AP ist sich ihrer rechtlichen Position sicher."

Hintergrund der Streitigkeiten: Vergangene Woche hatten AP und dpa bekannt gegeben, ab dem kommenden Jahr zusammenzuarbeiten. Ab dem 1. Januar 2013 darf die dpa AP-Texte und Fotos in Deutschland und Österreich vermarkten sowie Kunden in der Schweiz AP-Texte anbieten. Im Gegenzug erhalten die Amerikaner die Möglichkeit, Bilder und Texte der dpa für ihre eigene Berichterstattung zu verwenden. Im selben Zuge hatte die AP ihren Vertrag mit der dapd gelöst. ire
Meist gelesen
stats