AOL wirbt nicht mehr mit Boris Becker

Montag, 28. Juli 2003
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Boris Becker wird nicht länger für AOL Deutschland auf Kundenjagd gehen. Der Hamburger Onlinedienst hat den Werbevertrag mit dem ehemaligen Tennisstar nicht verlängert. AOL-Kommunikationschef Marc-Sven Kopka begründet die Trennung mit der Neuausrichtung der Markenstrategie. Boris Becker sei als AOL-Testimonial sehr erfolgreich gewesen, als es darum ging, insbesondere Neueinsteiger anzusprechen. Im Zuge der "Evolution der Marke", so Kopka, habe man sich nun aber dazu entschlossen, die Partnerschaft auslaufen zu lassen. Hintergrund ist, dass AOL in Zukunft- wie alle Onlinedienste - vor allem Wechselkunden ansprechen will, da die Zahl der Neueinsteiger dramatisch abnimmt.

Einen Nachfolger für die langjährige Marken-Gallionsfigur Becker wird es offenbar so schnell nicht geben. Laut Kopka will AOL in naher Zukunft auf ein AOL-Haupttestimonial verzichten. Einen völligen Verzicht auf prominente Testimonials bestätigt Kopka jedoch nicht. "Wir halten uns alle Optionen offen." Denkbar sei etwa eine Einbindung von Testimonials in Produktwerbung. Als Beispiel nannte er einen Werbespot für den AOL-Musikchannel mit Popstar Nena. AOL will im Frühherbst den Startschuss für die Launchkampagne des Browsers AOL 8.0 geben. Im Pitch hatte sich die Agentur Scholz & Friends in Hamburg durchgesetzt. mas
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