AOL muss Kampagne gegen Telekom stoppen

Montag, 30. Juli 2001

Der Onlinedienst AOL darf die Deutsche Telekom nicht länger für die Begrenzung ihrer neuen Schmalband-Flatrate auf 1000 Anschlüsse pro Woche verantwortlich machen. Eine entsprechende Einstweilige Verfügung hat jetzt das Hamburger Landgericht verhängt.

Dem Urteil zufolge darf AOL nicht länger auf seinen Webseiten die Behauptung aufstellen, die Deutsche Telekom hindere Internetunternehmen daran, eine echte Flatrate auf den Markt zu bringen. Zudem darf AOL nicht länger behaupten, die Tarifpolitik der Telekom stelle "für alle Internetanbieter" ein "unkalkulierbares Risiko" dar, das einige Anbieter bereits in die Insolvenz getrieben habe.

Die Deutsche Telekom streitet seit Monaten mit den Anbietern von Internetzugängen um die so genannte Großhandelsflatrate, die von den Unternehmen als zu teuer eingestuft wird. Nach T-Online hatte auch AOL sein Angebot für einen Internet-Pauschaltarif im Frühjahr zunächst eingestellt, in der vergangenen Woche jedoch den Verbrauchern erneut angeboten, für 39,90 Mark monatlich ohne zeitliche Begrenzung das Internet nutzen zu können. Dieses Angebot war jedoch auf 1000 Verträge pro Woche begrenzt worden.
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